Bei unserer Betriebsbesichtigung haben wir einen Einblick in die Arbeit des preisgekrönten Landwirts Jens Engelken gewinnen können. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir auch eine spannende Diskussion über die Landwirtschaftspolitik führen.

Die Mitglieder der Jungen Union (JU) aus Haren und Meppen hatten kürzlich Gelegenheit, sich über den landwirtschaftlichen Betrieb Hof Engelken in Wesuwe zu informieren und aktuelle landwirtschaftliche Themen zu diskutieren.

Betriebsleiter Jens Engelken stellte die Bereiche des landwirtschaftlichen Unternehmens sowie die Geschichte hinter der Entwicklung jedes Geschäftsfeldes vor. „Trotz der immer höher werdenden Industrialisierung des klassischen Bauernhofs bin ich froh, auch einen Teil unserer Produkte über die Direktvermarktung zu verkaufen, um den direkten Bezug zum Verbraucher nicht zu verlieren“, so Engelken.

Als Bauernhof mit Tierhaltung und Ökostromerzeugung durch Photovoltaik und Biogasstrom stehe der Betrieb vor neuen Herausforderungen und Aufgaben. Dazu gehörten etwa flexible Stromeinspeisung, Verzicht des Schnabelstutzens bei Hühnern oder höhere Umweltstandards durch eine neue EU-Förderperiode.

Verzicht auf EU-Gelder denkbar

Um die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft ging es auch in der Diskussion im Anschluss an den Rundgang. Der Betriebsleiter betonte, dass er gerne auf eine Stützung des Hofes durch EU-Gelder verzichten würde, wenn die Subventionen europaweit abgebaut würden.

Der Kreisvorsitzende der JU, Arne Fillies, erklärte: „Die Landwirtschaft steht einer zunehmend kritischen Bevölkerung gegenüber. Es ist somit wichtig, größtmögliche Transparenz zu schaffen und das Vertrauen der Verbraucher in die landwirtschaftliche Arbeit und ihre Erzeugnisse zurückzugewinnen, das durch negative Berichterstattung und öffentliche Kritik in den Medien gesunken ist.“

Gegen Stigmatisierungen

Gerade für das Emsland sei es wichtig, junge Menschen für Tätigkeiten in der Landwirtschaft zu motivieren. So kritisiert der Harener JU-Stadtverbandsvorsitzende Andreas König auch die „Stigmatisierungen des Berufsfelds wie etwa durch den grünen niedersächsischen Landwirtschaftsminister Meyer“.

Engelken freute sich über das Interesse der Nachwuchspolitiker, die besonders die stetige Weiterentwicklung des Betriebs und den Mut zu Investitionen und Innovationen lobten. Ähnlich gesehen hatte dies auch die Jury des Ceres Awards, die Engelken im vergangenen Jahr zum „Landwirt des Jahres“ gewählt hatten.

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